Verein  für  Entwicklung  und  humanitäre Hilfe  Somalias  e. V.

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Als Verein für Entwicklung und humanitäre Hilfe Somalias haben wir es zur Aufgabe gemacht, auf die Belange Somalias, aber auch Afrikas im Allgemeinen hinzuweisen. So versuchen wir in Form von Presseerkärungen und Gastbeiträgen auf die Themen Afrikas hinzuweisen.


Aktuelle Termine

14.11.2017, 20:00

Liberale Kamingespräche - Der tägliche Hürdenlauf - Integration geflüchteter Frauen in Wiesbaden

Auf Einladung der Liberalen Frauen wird Asli Ahmed-Murmann gemeinsam mit der Frauenbeauftragten Saskia Veit-Prang über die Situation geflüchteter Frauen in Wiesbaden sprechen. In diesem Zusammenhang wird Asli...   mehr


29.10.2017, 17:15

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Presseerklärungen


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03.07.2017

G20 Gipfel in Hamburg - Wo sind die Afrikaner auf dem Gipfel?

G20 – Gipfel am 7./8. Juli 2017 in Hamburg

Ahmed-Murmann: Afrika im Fokus – doch wo sind Afrikaner auf dem Gipfel?


Wiesbaden: Die Vorsitzende des Vereins für Entwicklung und humanitäre Hilfe Somalias e.V., Asli Ahmed-Murmann, begrüßte heute die Festlegung Afrikas als eines der Schwerpunktthemen auf dem G20-Gipfel in Hamburg. „Damit hat die Bundesregierung den geopolitischen Nerv getroffen. Flüchtlingsströme, die Folgen des Klimawandels oder bewaffnete Konflikte – viele überregionale Probleme haben ihre Wurzel in Afrika. Es ist deshalb richtig, auch in und vor allem für Afrika die Lösung zu suchen. Doch wo sind die Afrikaner am Verhandlungstisch?“, so Ahmed-Murmann.

„Es ist unverständlich, dass Lösungen ohne die Regierungen Afrikas gesucht werden. Ohne die Menschen Afrikas wird es keine Lösung für Afrika geben können. Über Jahrzehnte wurden auf den Reißbrettern der Geberländer Lösungen für Afrika entwickelt, die in der entwicklungspolitischen Praxis jämmerlich gescheitert sind. Afrika braucht deshalb keine weiteren Reißbrett-Lösungen, sondern echte Entwicklungschancen. Dazu ist es richtig, die klassische Entwicklungspolitik kritisch zu hinterfragen“, so Ahmed-Murmann, die den Ansatz des deutschen Entwicklungshilfeministers Gerd Müller dazu ausdrücklich unterstützte.

„Oftmals ist es der fehlende Entwicklungswille afrikanischer Eliten, die eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen verhindern. Eine neue Entwicklungspolitik für Afrika muss deshalb vor allem die Auswahl ihrer Partner verbessern. Entweder wird sich auf formale Zuständigkeiten berufen und mit Regierungsvertretern verhandelt, die keinerlei Interesse daran haben, sich für ihre Bevölkerung einzusetzen; oder man bricht für Jahrzehnte die Kooperationen mit Ländern ab und überlässt ganze Generationen dem Elend und der Armut. An dem Scheitern der Entwicklung Afrikas ist deshalb auch so manche entwicklungspolitischen Grundsatzentscheidungen der Vergangenheit mitschuldig“, so Ahmed-Murmann.

„So werden noch heute Entwicklungshilfemaßnahmen aufgelegt, die mehr dem politischen Trend in den Geberländern folgen, als sich auf die Bedürfnisse der Länder vor Ort zu konzentrieren. Diese Programme lassen sich dann prima in Deutschland, den USA oder Japan vermarkten, in Afrika aber werden sie weder akzeptiert noch umgesetzt. Das Signal des G20-Gipfels muss es deshalb sein, dass es kein ‚Weiter so!‘ in der Entwicklungspolitik geben darf“, so Ahmed-Murmann.

Ahmed-Murmann rief Deutschland dazu auf, sich stärker in Afrika zu engagieren: „Afrika erwartet mehr Engagement von Deutschland. Damit ist gerade nicht nur mehr Geld gemeint, sondern vor allem Know-How und Unterstützung beim Aufbau staatlicher Strukturen. Gerade in einem Land wie Somalia kann man nicht nur die Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte sehen, sondern auch die Hoffnung auf eine stärkere Rolle Deutschlands an jeder Stelle spüren. Deutschland hilft vorbildlich bei der Bewältigung der humanitären Hilfe in Ostafrika. Doch ohne zusätzliche Entwicklungspolitik wird eine Hungernot der anderen folgen, wird humanitäre Hilfe zum Dauerzustand in Afrika. Dem Einsatz der Bundeswehr am Horn von Afrika und dem Ausbau der humanitären Hilfe müssen jetzt intensive entwicklungspolitische Kooperationen in den Bereichen Bildung, Staatsaufbau und der Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung folgen.“

 17_07_03_PM G20-Gipfel_Wo sind die Afrikaner.pdf


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